Jaumann, [Franz Ignaz] von - K[öniglich] Württembergischer Verein für Vaterlandskunde. (Herausgeber). Colonia Sumlocenne. Rottenburg am Neckar unter den Römern. Mit Rücksicht auf das Zehntland und Germanien überhaupt. Ein antiquarisch-topographischer Versuch. Mit 28 Lithographieen(!). (Und einer mehrfach gefalteten Tabelle). [Erste Auflage]. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1840. XII, 257 Seiten, ein nichtpag. Blatt ‘Verbesserungen’. Zwei Blätter der Titelei mit gedruckter Widmung an König Wilhelm von Württemberg. 28 lithographierte Tafeln mit zahlreichen Fundstücken und der mehrfach gefalteten ‘Peutingerschen Tafel’ (51 x 17,5 cm) am Schluß eingebunden. Etwas späterer, marmorierter Halbleinwandband mit montiertem, goldgeprägtem Rückenschild.
€ 280,-
Die erste Beschreibung der römischen Siedlung ‘Sumelocenna’ bei Rottenburg am Neckar in der ersten Auflage. Auf die archäologische Forschungstätigkeit des Rottenburger Domdekans Jaumann gehen zahlreiche wichtige Zeugnisse und Beobachtungen der römischen Vergangenheit Rottenburgs zurück (z.B. die 7 km lange römische Wasserleitung). Dennoch wurde er mit vorliegendem Werk zu einem schwäbischen ‘Beringer’, da er, wie dieser in Würzburg, auf präparierte Fundstücke hereingefallen war. Ein Tübinger Professor und ein Domkapitular hatten ihm gefälschte Inschriften auf echten römischen Tonscherben untergeschoben, die er hier gutgläubig neben vielen anderen veröffentlicht hatte. Heute ist Jaumann längst rehabilitiert und gilt als einer der frühen und wichtigen, autodidaktisch gebildeten Archäologen. 1855 war noch ein Nachtrag zum vorliegenden Band erschienen. - Franz Ignaz Jaumann (Wallerstein 1778 - 1862 Rottenburg/Neckar) wurde nach dem Besuch des Priesterseminars in Pfaffenhausen 1801 zum Priester geweiht und war in der Seelsorge tätig. Seit 1814 Dekan und Stadtpfarrer in Rottenburg/Neckar, wurde er 1817 Generalvikariatsrat, 1828 Domdekan des neuerrichteten Kapitels Rottenburg und leitete 1845-48 das Bistum Rottenburg. 1826-51 war er Abgeordneter der württembergischen Kammer. Theologisch in der Aufklärung beheimatet, gehörte er zu den entschiedenen Vertretern einer staatskirchlichen Richtung. Er wurde 1828 von König Wilhelm I. nobilitiert. - Kopfsteg durchgehend mit schwachem Feuchtrand. Teils etwas stärker stockfleckig. Rückenschild mit kleinen Fehlstellen. (Heyd I, 344; ZfWLG 64, 27f.).
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